"Motivation durch Klarheit" Über die Sinnhaftigkeit und Effektivität des Einzelcoachings

"Motivation durch Klarheit" könnte der Titel jener von Arbeitsagenturen und Jobcentern geförderten, manchmal auch angeordneten Aktivierungs- und Vermittlungsmaßnahme heißen, der den Prozess des Einzelcoachings von der ersten bis zur letzten Stunde mit einem roten Faden durchzieht. Die Begleitung an sich ist dann auch schon das Kernprogramm; ob bei der Jobsuche, bei der Anfertigung von Bewerbungsunterlagen, teilweise auch bei der Wohnungssuche oder bei der Entlastung von Schulden - der Coach versucht im Leben seines Cochees proaktiv, mittels gemeinsam eruierter Ziele Wege dort zu bahnen, wo dieser Sackgassen sieht oder gehemmt ist, neue Pfade zu beschreiten. Hierbei entpuppten sich die zu beseitigenden Hindernisse nicht selten gedanklicher Natur – gilt es doch häufig Glaubenssätzen auf die Spur zu kommen und Mythen aufzudecken, die sich über die Jahre festgesetzt haben. Selbstgesteckte Ziele und Wünsche aus der Jugend sind sichtlich auf der Strecke geblieben und Momente der Frustration sind in der Biographiearbeit deutlich spürbar.  Der Durchbruch mentaler Barrieren, der dem Erfahrungsschatz nicht überwundener Hürden geschuldet ist, gelingt in wenigen Fällen durch didaktische Mittel. Selbsterlebtes und Selbsterfahrenes hingegen hat oft mehr Bestand und führt dann auch zum beabsichtigten Inspirations- und Motivationsschub.

PerZukunft - Einzelcoaching
Über die Sinnhaftigkeit und Effektivität des Einzelcoachings *
  
Auf dem Weg zum erwünschten Job oder zur Berufsausbildung ist Klarheit ein ebenso wichtiger Begleiter, wie die Motivation selbst. Es gilt Fragen auf die Schliche zu kommen, vor denen Mensch sich bisher geduckt und gewunden hat: Was will ich in den nächsten Jahren und Jahrzehnten mit einem großen und wichtigen Teil meiner Lebenszeit machen? Womit möchte ich meinen Lebensunterhalt beschreiten? Wo sehe ich mich in zehn Jahren? Und was erfüllt mich eigentlich wirklich im Leben? Nicht selten stellen wir Coachs fest, dass unsere Klienten derartige Fragen als unangenehm oder überflüssig sehen, da es andere Pflichtfelder gibt, die dringend bearbeitet werden wollen. Das Aufräumen dieser Bereiche, die meistens mit Verbindlichkeiten und Obligationen zu tun haben, bildet einen wichtigen Vertrauenspfeiler in der Coach Coachee Beziehung. Dieses Vertrauen kann von diesem Moment an Anlass zum Richtungswechsel bieten. Wenn der Klient an den Punkt gelangt, die unzähligen Möglichkeiten des Berufs(wieder)einstiges betrachten zu können, anstelle all jene Pfade zu fokussieren, die seiner Meinung nach nicht gangbar oder unmöglich sind, gelangt das Ziel auch in Sichtweite. Die proaktive Selbstgestaltung der eigenen Arbeitswelt wird nun wieder in Betracht gezogen und real fassbar. An diesem Punkt schaffen Klienten es, sich mental und ergebnisoffen für eine befriedigende Berufswahl zu öffnen.

Dass Aufgaben und/oder Pflichten erfüllender Natur sein können und im günstigsten Fall auch sein sollten, ist ein Gedanke, den wir Coachs versuchen unseren Klienten mit auf Ihren Berufsweg zu geben. Hier entsteht nämlich die Verbindungslinie von Beruf und erfüllender Tätigkeit, die häufig als Nebensächlichkeit gelabelt ist, es aber eigentlich ermöglicht, eigene Ziele im Leben mit Klarheit zu erfassen. Potentiale und Alternativen können dann genau da gesehen werden, wo ein Ausweg vorher nicht möglich schien.  Ein positiver Nebeneffekt ist die Nachhaltigkeit dieser neuen Erkenntnis. Denn nur erfüllende Aufgaben oder jene, mit denen Mensch zumindest zufrieden ist, führen zu Langzeitanstellungen und damit zu einem Perspektivwechsel. Diese Aussicht auf die Zukunft lässt dann zu, was Menschen in Arbeitslosigkeit allzu schnell ablegen: Die klare Sicht auf eine frei gewählte Zukunft.
B. Gezik

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